Angst vor dem Zahnarztbesuch

Während wir uns mit Zahnmedizin sicherlich besser auskennen als Sie, sind sie auf einem Bereich unter Umständen DER Experte: Angst vorm Zahnarzt.

Gespräche

Unsere Erfahrung zeigt, dass ängstliche Patienten fast immer ziemlich genau benennen können, wo ihre Befürchtungen liegen und wo sie Unterstützung brauchen. Da treffen Sie und wir uns als Menschen auf gleicher Ebene. Wir haben uns über die Jahre einige hilfreiche Vorgehensweisen angeeignet: Nach unserer Erfahrung sind Ruhe und gutes Zuhören die reinsten Wundermittel. Wir werden uns immer Zeit und Ruhe nehmen, Ihre Befürchtungen mit Ihnen zu erörtern. Dann können wir uns auf Sie einstellen.

Umfassende Fortbildungen in therapeutischer Gesprächsführung und medizinischer Hypnose stellen uns sehr wirksame Werkzeuge zu Ihrer Verfügung. Zusätzlich steht Ihnen unser erfahrener Psychologe Kai Bestmann gerne zur Seite. Sollte dann die Angst immer noch den Gedanken an die sinnvolle Behandlung verhindern, können wir Sie nach Absprachen mit angstlösenden Medikamenten vorbehandeln.


Lachgas

Ein weiteres Mittel ist die Lachgassedierung. Die Lachgassedierung ist ein in den USA und den skandinavischen Ländern eine verbreitetes Hilfsmittel zum Abmildern von Angst und Aufregung während der Behandlung, auch in der Geburtshilfe ist das Einatmen von Lachgas eine unkomplizierte, schnell wirksame Form der Schmerzlinderung und Entspannung. Der Vorteil liegt in der Sanftheit, ohne Spritzen oder lange Nachwirkung, Sie atmen während der Behandlung über eine Maske eine auf Sie angepasste Lachgasmischung ein. Das Gas lindert Schmerzen und erzeugt eine gelöste Stimmung, die sich manchmal richtig heiter anfühlt, daher der Name des Gases. Es tritt keinerlei Trübung des Bewusstseins oder gar eine Bewusstlosigkeit auf.

Für die Behandlung ist meist eine lokale Betäubung zusätzlich erforderlich, erfahrungsgemäß können die Patienten unter Lachgas das plötzlich problemlos akzeptieren. Besonders in der Kinderbehandlung kann die "Pilotennase" enorm hilfreich sein. Nach dem Ende der Behandlung lässt die Wirkung innerhalb weniger Minuten nach sodass Sie mit dem eigenen Auto nach Hause fahren können.

Schwere Phobien oder tiefe Panik lassen sich durch Lachgas nicht "wegzaubern", dann sind weitergehende Maßnahmen sinnvoll. In akuten Fällen ist eine Behandlung unter Vollnarkose manchmal das Sinnvollste. In nicht akuten Fällen ist eine Kombination aus Lachgas, viel Geduld, psychologischem Feingefühl und eventuell ergänzender medikamentöser Therapie fast immer erfolgreich.